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Schmerzfrei nach 15 Jahren: Martin Andritzki, 1964 geboren, hat mit der Bandscheibenprothese Prodisc®-L für sich die optimale Lösung gefunden

 

Hexenschuss – so hieß Anfang der 90er Jahre die Diagnose, wenn Martin Andritzki Rückenschmerzen hatte. Sein Orthopäde versorgte ihn dann mit Spritzen. Physiotherapie, Massagen und andere konservative Therapien folgten, doch nichts von alledem half. „Die Beschwerden wurden immer schlimmer“, sagt Andritzki. „Treppensteigen konnte ich fast gar nicht mehr, und auch das Laufen fiel mir immer schwerer.“ Als schließlich noch Ausfallerscheinungen am Schließmuskel auftraten, half nur noch eine Notoperation. Martin Andritzki: „Ich hatte einen schweren Bandscheibenvorfall. Die Bandscheibe drückte auf die Nerven im Rückenmark.“

Ärzte glaubten ihm nicht
Bei der Operation wurden Teile der defekten Bandscheibe entnommen. Es folgten drei Wochen Reha-Behandlung und Mobilisation. „Danach hatte ich zwei Jahre Ruhe“, erinnert sich Andritzki. Doch dann kehrten die Schmerzen im Rücken zurück, und die Qual ging von vorne los. Ärzte, die Martin Andritzki konsultierte, glaubten ihm seine Beschwerden nicht: „Das kann doch gar nicht sein, dass sie was am Rücken haben.“ Andritzki: „Sie hielten meine Schmerzen für psychosomatisch und schickten mich sogar zum Psychologen.“

Schmerzen nicht mehr auszuhalten
„Irgendwann habe ich die Schmerzen nicht mehr ausgehalten“, sagt er. Insgesamt drei Cryobehandlungen, bei der die Nerven vereist wurden, brachte ihm für jeweils zwei Jahre Linderung. Doch die Schmerzen kehrten zurück. Auf das dann verabreichte Cortison reagierte er sehr heftig – durch die Nebenwirkungen konnte der gelernte Betriebsschlosser mehrere Tage nicht arbeiten.

Verheerender Zustand der Wirbelsäule
„Ich habe mich selbst auf die Suche gemacht und Fachzeitschriften und das Internet durchforstet“, sagt der gebürtige Wuppertaler. Das war Anfang 2007. „Ich stieß auf einen Neurochirurgen, der mich gründlich untersuchte. Er war entsetzt über den Zustand meiner Wirbelsäule. Der Abstand zwischen einzelnen Facettengelenken war deutlich verringert.“ Der Arzt verwies ihn an einen Spezialisten. „Nach einem langen und eingehenden Gespräch erklärte er mir die Möglichkeit der Behandlung mit einer künstlichen Bandscheibe“, sagt Martin Andritzki. „Ich war von der Lösung sehr überzeugt, musste mich aber zunächst mit dem Gedanken an eine erneute Operation an der Wirbelsäule auseinandersetzen.“

Die richtige Entscheidung
Mitte Oktober 2007 war es dann soweit – die Operation stand an. „Ich konnte schon einen Tag nach der OP meine ersten langsamen Runden im Krankenhaus-Park drehen.“ Nach 15 Jahren voller Schmerzen für ihn wie eine Befreiung: „Ich hatte beim Laufen nicht mehr das Gefühl, festgehalten zu werden.“ Die ersten Wochen nach der Operation musste Martin Andritzki sich noch schonen – starke Belastungen und langes Sitzen vermeiden. Doch nach und nach kehrte die Mobilität zurück. „Es war genau die richtige Entscheidung“, sagt Andritzki