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Jens Thalmann, Baujahr '63 – so lebt ein Spitzensportler mit der Prodisc für den Halswirbelbereich.

 

Ein Sportler weiß, wenn im Körper etwas nicht stimmt: Als Jens Thalmann aus Thüringen im Februar 2004 beim morgendlichen Mülltonnenschieben schreckliche Rückenschmerzen bekam, fackelte er nicht lange. Der Motorradweltmeister von 1984 ging schnurstracks zum Orthopäden, doch der wies die Beschwerden des Spitzensportlers mit den Worten „Da ist nix“ immer wieder zurück. Thalmann ließ nicht locker und bestand auf einer MRT-Aufnahme – und behielt Recht. Eine „schwere Schädigung der Halswirbelsäule“ diagnostizierte der Radiologe. Mit diesem Resultat stellte sich Thalmann bei einem Spezialisten vor. „Drei Wochen später bekam ich eine künstliche Bandscheibe, und seitdem ist alles wieder prima!“

 

Mit dem Wohnmobil zur OP
Die Geschichte der Bandscheiben-Operation des Jens Thalmann ist filmreif. Der Kfz-Technikermeister – Inhaber eines eigenen Betriebes mit fünf Angestellten – rollte am Morgen mit dem eigenen Wohnmobil vor dem Neurochirurgischen OP-Zentrum vor. Während der Operateur den Motorradsportler auf den Eingriff vorbereitete, warteten Thalmanns Freundin und der Sohn im Motorhome. „Wir waren ein Superteam, wie bei der Formel eins“, sagt Thalmann heute.

Frühstück mit den Lieben
Am nachfolgenden Freitag wurde eine cervikale Bandscheibenprothese inseriert, am Samstagmorgen schon saß Thalmann wieder im Wohnmobil und frühstückte mit seinen Lieben. Angst vor der Wirbelsäulen-OP? „Ich hatte keine Angst, ich war sicher, dass alles gut werden würde“, erzählt Thalmann von seinen Gefühlen. Eine Nacht blieb er noch in der Klinik, dann kehrte Thalmann mit Familie wieder nach Harzgerode zurück.

Alle Beschwerden verschwunden
Seitdem kann Jens Thalmann wieder aufdrehen, denn alle Beschwerden und Schmerzen sind weg: die Lähmungserscheinungen auf der linken Körperseite, das Taubheitsgefühl im Bein. Die ersten Monate nach dem Eingriff hat der Sportfan sich nach Weisung seines Arztes geschont, jetzt genießt er es wieder, seinen Körper zu fordern - beim Kopfsprung ins Schwimmbecken, beim Fahrradfahren, beim Skilaufen. Und natürlich beim Fahren auf dem Motorrad. „ Andreas Schmitz hat mir gesagt, ich könne wieder alles machen. Das Motorradfahren gehört dazu. Auch wenn ich nicht mehr so extrem bin wie früher, so fahre ich doch weiter meinen Stil, denn auch das gehört für mich zur Lebensqualität.“